Benedikt Huber, der die 5. Klasse am Johannes-Nepomuk-Gymnasium besucht, hat im April in Bad Kissingen die bayerischen Meisterschaften in seiner Altersgruppe U 10 gewonnen und bereitet sich nun auf die Deutschen Meisterschaften vor. „Ich habe schon einen ganzen Schrank voller Pokale, aber das ist bisher mein schönster, “ freute sich Benedikt gemeinsam mit Schulleiterin Carola Reim.

Schachmeister klFoto

 Gratulation: Benedikt Huber (5b) ist bayerischer Schachmeister

Benedikt Huber weiß ganz genau, was er einmal werden will: „Profischachspieler und Weltmeister“, sagt er selbstbewusst. Und der Zehnjährige, der seit diesem Schuljahr die Klasse 5 b an unserem Gymnasium besucht, ist bereits auf dem besten Weg dazu: Im April hat er in Bad Kissingen die bayerischen Meisterschaften in seiner Altersgruppe gewonnen und bereitet sich nun auf die Deutschen Meisterschaften vor. „Ich habe schon einen ganzen Schrank voller Pokale, aber das ist bisher mein schönster“, freute sich Benedikt. Auch Schulleiterin Carola Reim gratulierte zu dem großartigen Erfolg.

Benedikt spielt seit knapp drei Jahren Schach. „Vorher habe ich Fußball gespielt. Aber dann hat mir mein Papa einen Schachcomputer vorgeführt, und das fand ich dann total spannend.“ Schnell hatte er die Regeln gelernt und wollte sich dann auch mit echten Partnern messen. Bereits drei Monate, nachdem der damals Siebenjährige mit dem Schachspielen begonnen hatte, bestritt er sein erstes Turnier in Ingolstadt und belegte auf Anhieb dort gleich den dritten Platz. Ab da war für ihn endgültig klar: „Ich mache weiter.“

Gesagt – getan. Benedikt Huber trat dem Abensberger Schachclub bei, nahm dort regelmäßig freitags am Jugendtraining in Janas Café teil und bald auch am Erwachsenentraining. Vorstand Klaus Werner nahm das außergewöhnliche Talent unter seine Fittiche und erteilte zusätzlich privaten Unterricht. Im vergangenen Sommer allerdings wechselte Benedikt Huber zum Schachclub in Kelheim und profitiert seitdem von den dortigen Trainingsmöglichkeiten. Zusätzlich trainiert er am Stützpunkt Forchheim und nimmt als Mitglied des bayerischen Kaders außerdem alle zwei Monate regelmäßig an Wochenendlehrgängen in Oberhaching oder Vorra teil.

Zur Vorbereitung auf die Deutsche Meisterschaft trainiert er wöchentlich mindestens sechzehn Stunden. „Das ist Pflicht im Kader. Ich muss dazu innerhalb einer bestimmten Zeit Aufgaben lösen, die mir per Internet geschickt werden.“ Dazu sieht er sich auch auf speziellen Schachplattformen wie chessBase und in Datenbanken um, um die Spielzüge von Gegnern zu analysieren. „Dann erst kann ich eine entsprechende Eröffnung vorbereiten“, verrät Benedikt.

Neben Schach zählt auch Englisch zu seinen Hobbys. Was gefällt dem Zehnjährigen aber gerade am Schach so besonders? „Ich bin ein Kopfmensch. Mir gefällt, dass es ein taktisches Spiel ist. Und beim Schach gibt es so viele Varianten und Möglichkeiten für Spielzüge – das fasziniert mich einfach.“ Sein großes Vorbild ist der norwegische Schachweltmeister Magnus Carlsen. „Der denkt so wie ich“, meint Benedikt.

Damit, dass er dieses Jahr in Bad Kissingen in der Altersklasse U 10 bayerischer Schachmeister werden würde, hat der Abensberger nicht unbedingt gerechnet, zumal er in der 5. Runde klar zurücklag. Fast wäre er schachmatt gewesen, aber da half ihm das Glück des Tüchtigen: Der Gegner erkannte seinen Vorteil nicht und Benedikt erwies sich als nervenstark und konnte den Wettbewerb am Ende mit fünf gewonnenen Partien und zwei Remis abschließen. So kam zu den vielen bereits errungenen Pokalen noch ein weiterer hinzu.

„Mal sehen, wie es für mich läuft bei den Deutschen Meisterschaften, die in den Pfingstferien in Willingen stattfinden“, meint Benedikt. „Ich werde auf jeden Fall mein Bestes geben.“

Wir drücken die Daumen.

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