Übertrittsvoraussetzungen für die FOS, Realschule, Wirtschaftsschule und Mittelschule

Übertritt vom Gymnasium an andere Schularten

Fachoberschule
Was sind die Aufnahmevoraussetzungen?

Die Aufnahme in die Fachoberschule ist nur in die Jahrgangsstufe 11 möglich und setzt den Nachweis eines mittleren Schulabschlusses sowie die Eignung für den Bildungsgang der Fachoberschule voraus. Zeugnisse nicht staatlich anerkannter privater Schulen sind keine ausreichenden Vorbildungsnachweise. In Zweifelsfällen empfiehlt sich eine rechtzeitige Rücksprache bei der aufnehmenden Fachoberschule.

In die Ausbildungsrichtung Gestaltung kann nur aufgenommen werden, wer in einer unmittelbar vorausgehenden Aufnahmeprüfung seine bildnerisch-praktischen Fähigkeiten nachweist. Zu den von der Schule gestellten Themen sind zwei Arbeiten (eine Arbeit nach der sichtbaren Wirklichkeit und eine aus der Vorstellung) anzufertigen. Die Aufnahmeprüfung findet an den einschlägigen Fachoberschulen in der Regel im März statt.

Die Eignung für den Bildungsgang der Fachoberschule ist gegeben:

  • bei Vorliegen der Erlaubnis zum Vorrücken in die Jahrgangsstufe 11 des Gymnasiums oder
  • bei einem Notendurchschnitt von mindestens 3,5 in den Fächern Deutsch, Englisch und Mathematik im Zeugnis über den mittleren Schulabschluss, wobei eine Note schlechter als 4 sein darf.

Wer im Zeugnis über den mittleren Schulabschluss in einem der oben genannten Fächer keine Note nachweist, muss sich in diesem Fach einer Feststellungsprüfung unterziehen.

Realschule
(vgl. KMBek 20.7.2007)

Aufnahme nur zu Beginn des Schuljahres, sonst nur aus wichtigem Grund!

-         Über das Vorliegen wichtiger Gründe entscheidet der Schulleiter der aufnehmenden Schule

-         Ein Übertritt während des Schuljahres erfordert ein Gutachten des Gymnasiums

-         Es darf keine vorübergehende Leistungsschwäche vorliegen

-         Gespräche mit Eltern, Fachlehrern und Beratungslehrkraft sind zwingend erforderlich

-         Die Begabung ist an der jeweiligen Schulart zu messen

-         Eine eventuelle Eignung für die Hauptschule statt der Real- oder Wirtschaftsschule ist zu prüfen

-         Der Übertritt ist während des Jahres nur für die 5. – 9. Jahrgangsstufe möglich

-         Er sollte möglichst in der ersten Hälfte des Schuljahres erfolgen, insbesondere wären an den 1.11. oder den ersten Schultag nach den Weihnachtsferien zu denken

Wirtschaftsschule
Was sind die Aufnahmebedingungen?

Die drei- und vierstufige Wirtschaftsschule steht auch Schülern des M-Zuges der Mittelschule, Realschülern oder Gymnasiasten offen, wenn sie die Vorrückungserlaubnis in die der Eingangsstufe entsprechende Jahrgangsstufe erhalten haben oder im Jahreszeugnis der der Eingangsstufe vorausgehenden Jahrgangsstufe des Gymnasiums in den Fächern Deutsch, Englisch (soweit Pflichtfach) und Mathematik mindestens die Note 4 nachweisen.

Für die Aufnahme in die Eingangsklasse der drei- und vierstufigen Wirtschaftsschule gibt es keine Probezeit.

Der Eintritt bzw. die Aufnahme in eine höhere Jahrgangsstufe der drei- und vierstufigen Wirtschaftsschule setzt das Bestehen einer Aufnahmeprüfung (kann entfallen, vgl. WSO § 13) und einer Probezeit voraus.

Der Eintritt in die zweistufige Wirtschaftsschule ist möglich für Schüler

  • mit qualifizierendem Hauptschulabschluss, wenn sie im Fach Englisch im Zeugnis über den qualifizierenden Hauptschulabschluss oder im Zeugnis über den erfolgreichen Hauptschulabschluss mindestens die Note 3 erzielt haben,
  • die mit Erfolg die Jahrgangsstufe 9 der Realschule, des M-Zugs der Hauptschule oder des Gymnasiums durchlaufen haben,
  • die die Jahrgangsstufe 9 des M-Zuges der Hauptschule, der Realschule oder des Gymnasiums ohne Erfolg absolviert haben, aber im Jahreszeugnis der Jahrgangsstufe 9 in den Fächern Deutsch und Englisch mindestens die Note 4 erzielt haben.

Die endgültige Aufnahme in die zweistufige Wirtschaftsschule ist grundsätzlich abhängig vom Bestehen einer Probezeit.

Eine unmittelbare Aufnahme in die Jahrgangsstufe 11 der zweistufigen Wirtschaftsschule ist nicht möglich.

Bei allen Formen der Wirtschaftsschule ist zu beachten, dass eine Aufnahme von Schülerinnen und Schülern nur im Umfang der vorhandenen Schulplätze erfolgen kann.

Mittelschule
§ 8 MSO
(1) 1Vollzeitschulpflichtige Schülerinnen und Schüler, die aus anderen weiterführenden Schularten an die Mittelschule wechseln wollen, treten nach Abschluss eines Schuljahres in der Regel in die Regelklasse der nächsthöheren Jahrgangsstufe der Mittelschule über. 2Sie treten während eines Schuljahres in der Regel in die Jahrgangsstufe über, die sie in der anderen Schule besucht haben. 3Über Ausnahmen sowie in sonstigen Fällen der Rückkehr entscheidet die Schulleiterin oder der Schulleiter unter Berücksichtigung des Leistungsstands der Schülerin oder des Schülers.
(2) 1Schulpflichtige Schülerinnen und Schüler aus anderen Schularten, die die Erlaubnis zum Vorrücken oder zum Vorrücken auf Probe erhalten haben, können zu Schuljahresbeginn in die Mittlere-Reife-Klasse der nächsthöheren Jahrgangsstufe übertreten. 2Entsprechendes gilt, wenn sich das Nichtvorrücken auf Fächer bezieht, die an der Mittelschule nicht unterrichtet werden. 3Über die Aufnahme in sonstigen Fällen entscheidet die Schulleiterin oder der Schulleiter; hierzu kann eine Aufnahmeprüfung durchgeführt werden. 4 § 7 Abs. 4 Satz 2 gilt entsprechend.
(3) Der Wechsel von der Mittlere-Reife-Klasse in die Regelklasse der gleichen Jahrgangsstufe ist auf Antrag der Erziehungsberechtigten jederzeit möglich.
(4) In die Praxisklasse können auf Antrag der Erziehungsberechtigten Schülerinnen und Schüler in der Regel im neunten Schulbesuchsjahr aufgenommen werden, die durch eine spezifische Förderung mit hohen berufsbezogenen Praxisanteilen zu einer positiven Lern- und Arbeitshaltung geführt werden können.

 

 

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